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10. Mai 2026

Kompostierbar? Nicht immer ein Vorteil.


Immer mehr Produkte sind heute als «kompostierbar» gekennzeichnet – vom Einweggeschirr bis zum Abfallsack. Was gut gemeint ist, führt in der Praxis jedoch oft zu Problemen: Viele dieser Materialien bauen sich in den Kompostieranlagen nicht oder nur unvollständig ab.

Der Grund ist einfach: Die Verarbeitungszeit in industriellen Kompostieranlagen ist deutlich kürzer, als viele «kompostierbare» Produkte benötigen, um sich vollständig zu zersetzen. Rückstände bleiben zurück – und stören den natürlichen Kreislauf.

Weniger ist mehr.

Wer der Umwelt wirklich etwas Gutes tun will, setzt am besten auf einfache Lösungen:
- Grüngut möglichst ohne Sack entsorgen
- Wiederverwendbares Geschirr statt Einwegprodukte
Gerade bei Grillfesten oder Veranstaltungen macht das einen grossen Unterschied.

Wenn ein Sack nötig ist
Falls ein Sack unvermeidbar ist, gilt: Nicht jeder «Biobeutel» ist geeignet.
Zugelassen und akzeptiert sind ausschliesslich sogenannte Compobags mit weissem Gitternetzdruck. Nur diese werden von der Grüngutabfuhr toleriert.

Die zugelassenen Säcke sind in grösseren Detailhandelsgeschäften erhältlich – grössere Formate auch in Baumärkten oder bei spezialisierten Anbietern.

Gut informiert entsorgen
Ein genauer Blick auf die Herstellerangaben lohnt sich: «Biologisch abbaubar» bedeutet nicht automatisch, dass das Produkt im lokalen Kompost auch wirklich zerfällt.

Kompostierbar? Nicht immer ein Vorteil.
Unser Tipp: Setzen Sie wann immer möglich auf wiederverwendbare Lösungen – und entsorgen Sie Grüngut bewusst. So bleibt der Kompost sauber und wertvoll.