Stille Gefahr im Abfall: Wenn Batterien im Kehricht landen
Warum Batterien im Abfall gefährlich sind
Batterien – insbesondere Lithium-Ionen-Akkus – speichern viel Energie auf kleinem Raum. Werden sie beschädigt oder falsch behandelt, kann diese Energie plötzlich freigesetzt werden.
Das passiert schneller, als man denkt:
- beim Zusammenpressen im Kehrichtfahrzeug
- durch mechanische Belastung im Container
- bei der Weiterverarbeitung in Sortieranlagen
Die Folge sind sogenannte thermische Reaktionen – mit gefährlichen Konsequenzen wie Funken, Selbstentzündung, Brände bis hin zu Explosionen.
Solche Ereignisse sind keine Einzelfälle mehr, sondern gehören mittlerweile zu den häufigsten Brandursachen im Entsorgungsbereich.
Oft wird angenommen, dass das Risiko erst in der Anlage entsteht. Tatsächlich beginnt die Gefahr bereits im Abfallsack zu Hause.

Neue Vape-Studie zeigt Handlungsbedarf
Eine aktuelle Vape-Studie von SENS eRecycling und der FHNW macht deutlich: Ein grosser Teil dieser Geräte wird falsch entsorgt (72%). Viele Nutzerinnen und Nutzer erkennen nicht, dass es sich um Elektrogeräte mit Akku handelt – und werfen sie in den normalen Abfall.
Das Problem: Vapes sind typische Beispiele für Produkte, bei denen Batterien versteckt verbaut sind. Genau das gilt auch für viele andere Alltagsgegenstände.
Das widerspricht dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft – und ist gerade bei kurzlebigen Produkten wie Einweg-Vapes besonders problematisch.
Grundregel: Alles mit Batterie/Akku gehört nicht in den Kehricht.
Richtig ist:
- Rückgabe bei Verkaufsstellen
- Entsorgung beim Ökihof oder bei offiziellen Sammelstellen
- Separate Sammlung von Batterien (wenn entnehmbar)
Auch Geräte mit fest verbauten Akkus (z. B. Vapes oder blinkende Schuhe) müssen als Ganzes korrekt entsorgt werden